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1.07.2008
Eigenentwicklungen im M2M-Bereich (Teil 1 von 3)
In Die M2M-Technologie durchläuft derzeit die dritte Generationsstufe. Begonnen hatte alles mit Applikationen wie der Alarmierung aus einer SPS-Steuerung heraus über eine GSM- oder ISDN-/Analog-Modemverbindung, sowie die Fernkonfiguration (Kabelersatzprinzip) von Basisparametern.
Der automatische Versand von Störungs-SMS zum Beispiel an einen Service-Techniker oder die Einwahl des Servicepersonals in eine entfernte Anlage per Modem, also Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit Tools wie PC-Anywhere, benötigten keinerlei zentrale Applikation. Lösungen dieser Coleur finden seit Anfang der 90er Jahre Anwendung in verschiedensten Bereichen.
Die zunehmende Ausstattung von Maschinen mit komplexen Steuerungen, neuen Service-Schnittstellen, verschiedenster Sensorik und die Entwicklung in der Kommunikationstechnik mit immer höheren Datengeschwindigkeiten, trieben die Entwicklung rasant voran und eröffneten neue Möglichkeiten. So folgten die M2M-Applikationsserver der 2ten Generation, bei denen eine sichere Übertragung und das Datenmanagement im Vordergrund stehen. Diese serverbasierenden M2M-Lösungen können die Fülle der Daten zeitnah verarbeiten, analysieren und für nachgelagerte Systeme und Prozesse aufbereiten. M2M-Applikationen mit entsprechenden Datenbanken sind keine Datenfriedhöfe und bilden die eigentliche Schnittstelle zwischen den Maschinen und dem Personal beziehungsweise anderen IT-Systemen. Die verschiedenen Komponenten der M2M-Lösung bauen idealerweise auf einem sicheren „Always On“ und einem bidirektionalen Datenfluss auf. Damit ist die technische Einbahnstraße des Datenflusses von der Maschine zur Applikation aufgehoben und ein Datentransfer in beide Richtungen gewährleistet. Im Endeffekt ist dies erst die eigentliche Geburtsstunde der M2M-Applikationen.
Die notwendigen Technologien (VPN, Fix-IP, Dial-in) werden für diese Anwendungen von der Infrastruktur bereitgestellt. Dass die Mechanismen direkt mit der Maschine/Anlage beziehungsweise deren Steuerung in Verbindung treten können ist eine besondere Herausforderung im M2M-Umfeld, da sowohl Firewall-Setup als auch Port-Freischaltungen nur gemeinsam mit den Verantwortlichen der IT-Sicherheit am Standort der Maschine gelöst werden können. Eine weitere Besonderheit ist, dass die technische Umsetzung der Maschinen- und Busprotokolle (SPS, Modbus, M-Bus, Bac-Net, LON, KNX, Profibus) komplett von der Applikationsebene entkoppelt ist. Das gleiche gilt für die Kommunikationsanbindung via DSL, GPRS, WLAN und ISDN . Oft liegt der Schwerpunkt dieser Lösungen auf der reinen Visualisierung und Steuerung. Die Überschaubarkeit bei einer großen Anzahl von Maschinen ist schwer zu gewährleisten, eine Aufbereitung oder Weiterverarbeitung wertvoller Informationen wird oft nicht vorgenommen.
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