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15.07.2008
Eigenentwicklungen im M2M-Bereich (Teil 2 von 3)
Die dritte Generation beschreibt den derzeitigen Entwicklungsstand: Die Anwendungen werden zunehmend komplexer, greifen tief in die Prozesse des Unternehmens ein und verlangen ein Change Management.
Die Anbieter von M2M-Applikationen müssen neben den reinen IT-Fähigkeiten zunehmend Beratungs- und Prozess Know-how in die Projektvorhaben einbringen. Sie wandeln sich vom reinen Technikanbieter zum IT-Dienstleister. Nur so kann eine effiziente und erfolgreiche Verzahnung von M2M-Applikationen mit den Unternehmensstrukturen stattfinden.
Denn die Serviceprozesse in den Unternehmen setzen inzwischen meist eine ERP-Anbindung für den Stammdatenabgleich oder das Ersatzteilmanagement voraus. Die modernen M2M-Lösungen basieren zudem in der Regel auf Web-Technologien und sind weltweit einsetzbar. Die Kernfähigkeiten bestehen in der Unterstützung komplexer Workflows. Zudem müssen die M2M-Plattformen die vorausschauende Wartung ebenso gewährleisten wie die Fähigkeit, flexible Benutzerrollen und nutzerabhängige Berechtigungskonzepte umzusetzen. In der Regel müssen folgende Rollen berücksichtigt werden: Die des Anlagenbetreibers, des Service-Unternehmens, der Hersteller, des Anlagen-Administrators und des System-Administrators. Dabei wird das Benutzerrollen-Konzept noch von geographischen Zugriffsberechtigungen überlagert. So hat der Hersteller beispielsweise Zugriff auf Maschinen in den USA, der Servicepartner in Europa jedoch nicht. Der Mehrwert für Unternehmen steigt enorm durch diese Nutzungssynergien, die eine volle Mandantenfähigkeit des Systems voraussetzen.
Die Fähigkeit, Schnittstellen zu anderen IT-Systemen zu unterstützen, ist von elementarer Bedeutung für die Integrationskosten der M2M-Applikationen in die bestehende heterogene IT-Welt und in die sich stetig weiterentwickelnden Dienstleistungen aus dem Internet. Erst die Offenheit der M2M-Plattform, die Unterstützung der gängigen Standards und der Einsatz moderner Entwicklungs-Tools garantieren die Fähigkeit und Flexibilität, beliebige Schnittstellen zu erstellen und technologisch einzubinden. Als Beispiele dienen Methoden wie Batch-Input- (SAP) oder CSV-Import/Export-Verfahren bis zu Webservice Soap-XML Schnittstellen. Anwendungen sind unter anderem der Stammdatenabgleich, die Anbindungen von ERP, MIS, PPS, Abrechnungssystemen, Call- oder Service Center, Trouble-Ticket-Systemen, GIS-Systemen, SMSC und anderer Gateways.
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