HMI, Hannover Messe, AR, Augmented Reality

Augmented Reality in der Produktion

Virtuelles Dashboard auf der Datenbrille

Auch in diesem Jahr kamen 5.000 Aussteller und 200.000 Besucher Ende April auf der Hannover Messe zusammen, um sich über Zukunftstrends zu informieren und eigene Lösungen für eine „Integrated Industry“ vorzustellen. Device Insight war als Partner des Automatisierungsspezialisten KUKA vor Ort und zeigte seine Vision, wie Industriebetriebe mit IoT und Augmented Reality ihre Wartungskosten senken und die Produktivität von Maschinen und Anlagen erhöhen können.

Wenn es heute um die Industrie 4.0 und die Fabrik der Zukunft geht, ist schnell von den Chancen durch Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) die Rede. Für US-Marktforscher Gartner ist AR eines von 3 Megatrends neben der Künstlichen Intelligenz und digitalen Plattformen. Grundlage für Mixed-Reality-Anwendungen in der Produktion sind gesammelte und ausgewertete Prozess- und Betriebsdaten einer Anlage aus einer IoT-Plattform. Dafür sorgen die IoT-Schlüsseltechnologien Edge und Cloud Computing.

Durch die Vernetzung in der Cloud können alle Komponenten einer Anlage zentral überwacht werden. Die Funktionen reichen dabei von Device Management („Welche Devices sind online?“), Asset Dashboard („Wie ist der Ist-Wert meiner Datenpunkte? Welche Trends zeichnen sich ab?“), Condition Monitoring („Wie ist der aktuelle Zustand meiner Anlage?“), KPI Builder („Welche KPIs kann ich aus meinen Zeitreihendaten ableiten?“) bis hin zu Remote Service mit AR („Wie kann ich mit Augmented Reality aus der Ferne schnell und effizient Störungen beheben?“).

Smart Glasses werden zum echten Werkzeug

Augmented Reality, so wie sie Device Insight als sinnvolle Anwendungsmöglichkeit für Smart Services in Hannover präsentierte, ergänzt Bilder und Videos, die ein Servicetechniker mit einer Datenbrille oder einem Tablet in einer Produktionshalle live einfängt, durch das Einblenden von Zusatzinformationen. So kann ein Experte per Livestream und Videotelefonie bei Wartungsarbeiten helfen, ohne selbst vor Ort zu sein.

“Der Experte sieht die Maschine oder Anlage so, als hätte er sie direkt vor sich und kann den Techniker anleiten und navigieren, der durch die Brille die Hände frei hat“, erläutert Produktmanager Paul Martin Halm den Vorteil der Lösung von Device Insight. Der Experte kann sich bei Bedarf eine Aufzeichnung der Übertragung einer defekten Maschine ansehen, diese pausieren, Screenshots erstellen und dann entsprechende Handlungsempfehlungen abgeben. Störungsfälle werden so rasch beseitigt und zeitraubende Vor-Ort Besichtigungen reduziert.

Einzigartig wird das Feature durch die Kombination mit IoT-Daten, die über eine Head-Up-View direkt ins Blickfeld des Technikers eingeblendet werden können. So hat der Service-Mitarbeiter sein virtuelles Dashboard auf der Datenbrille oder dem Tablet immer zur Hand.

Aus IoT-Sicht sind genau solche Anwendungen, die aufgezeichnete Anlagendaten aus der IoT-Plattform mit vor Ort erhältlichen Ton- und Bildinformationen kombinieren, besonders interessant. Sie optimieren Wartungsprozesse, ermöglichen eine höhere Verfügbarkeit und Produktivität von Maschinen und stiften einen zusätzlichen Mehrwert für eine smarte Produktion.

 

Quelle Titelbild: Device Insight

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