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Die größten Stolpersteine beim IoT

51 Prozent der Unternehmen im DACH-Raum haben bereits eigene IoT-Projekte umgesetzt. Gleichzeitig gibt es nach wie vor Vorbehalte und Ängste vor dem Einstieg in das Internet of Things. Was sind die größten Stolpersteine für Unternehmen – und wie lassen sie sich überwinden?

Ungeachtet des fortschreitenden Siegeszugs des Internet of Things haben viele Unternehmen weiterhin Bedenken gegen breit angelegte IoT-Aktivitäten – insbesondere in puncto Datenschutz (37 %) und Sicherheit (33 %), wie die Studie „Internet of Things 2020“ von IDG/Computerwoche zeigt. Diese beiden Hemmnisse stehen sogar noch vor der Kostenfrage (30 %), die an dritter Stelle rangiert.

Sich mit der Cloud vertraut machen

Große Sorgen bestehen vor Sicherheitslücken, die als Einfallstor für Hacker- und DDoS-Attacken genutzt werden könnten. Auch Aspekte wie Industriespionage, juristische Probleme oder die Einhaltung von Richtlinien rund um die DSGVO spielen hier mit ein. Abhilfe leisten können dabei Cloud-Lösungen und automatisierte Sicherheitsmaßnahmen. Dafür müssen sich die Unternehmen mit der Cloud-Nutzung an sich stärker vertraut machen. Und es liegt an den Cloud-Anbietern und den unterstützenden Experten, Entscheidern mit ihrem Know-how unnötige Ängste zu nehmen.

Kosten optimieren

Völlig legitim in Zeiten knapper Budgets ist die Frage nach dem Kostenaufwand eines IoT-Projekts – rührt sie doch gleichzeitig am größten Nutzenversprechen des Internet of Things, Kosten zu sparen. In diesem Fall sind IoT-Partner gefragt, mit Proof of Concepts oder MVPs (Minimal Viable Products) deutlich zu machen, wie laufende Prozesse und Anwendungen mithilfe des IoT konkret optimiert werden können. Technische und wirtschaftliche Machbarkeitsstudien im Vorfeld geben Auskunft darüber, inwieweit sich die Investition in IoT lohnt. Und was einen positiven ROI anbelangt, so gelingt dieser in erster Linie durch den zügigen Roll-out einer IoT-Lösung.

Um dies zu erreichen, empfehlen wir, auf Ready-to-use-Komponenten bewährter IoT-Anbieter zu setzen. Standardkomponenten beschleunigen die Vernetzung von Geräten und Anlagen und lassen sich problemlos durch individuelle, auf die Unternehmensanforderungen abgestimmte Features ergänzen. Es sind gewissermaßen zwei Seiten derselben Medaille: Standardkomponenten erlauben den schnellen Einstieg ins IoT, während unternehmensspezifische Funktionen einen einzigartigen Mehrwert bieten. Beides zusammen sichert den Erfolg eines IoT-Vorhabens.

Anwendungsfelder erschließen – und skalieren

Unabhängig davon, ob mit dem Internet of Things laufende Geschäftsprozesse verbessert oder ganze Geschäftsfelder innoviert werden sollen: Anwendungsfelder gibt es – entgegen der landläufigen Skepsis, die die COMPUTERWOCHE-Studie ermittelt hat (21 %) – zu Genüge. Nur um einige Beispiele für Connected Devices bei alteingesessenen Konzernen zu nennen: Thyssenkrupp konnte 2019 auf mehr als 100.000 vernetzte Aufzüge blicken, während das Schifffahrtsunternehmen Maersk 280.000 Kühl-Container mit IoT-Trackinglösungen ausgerüstet hat.

IoT-Fachkräfte „ausleihen“

Sobald der Anwendungsbereich für eine IoT-Applikation identifiziert ist, stehen Entscheider unweigerlich vor der Frage: Make or Buy? Die meisten wollen die Umsetzung eines IoT-Projekts weitgehend in Eigenregie abwickeln. Trotz oder gerade weil das so ist, stellt das fehlende Know-how der Mitarbeiter, darunter auch der IT-Abteilungen selbst, eine große Herausforderung dar (27 %, COMPUTERWOCHE-Studie). Langfristig ist es deshalb eine zentrale Aufgabe, das nötige Fachwissen über Aus- und Weiterbildungsprogramme zu vermitteln und die Mitarbeiter mitzunehmen.

Doch bis dahin müssen Unternehmen mit ihren IoT-Strategien nicht allein bleiben. Zahlreiche IoT-Dienstleister bieten ihre Hilfe vom Business Case über das Solution Design bis hin zur Umsetzung und dem fortlaufenden Betrieb einer IoT-Lösung an. Vor allem aber verfügen seriöse Anbieter über konkrete Praxiserfahrung bei der Implementierung komplexer IoT-Vorhaben. Das ist wichtig, um zu gewährleisten, dass eine Neuentwicklung im Tagesgeschäft einwandfrei funktioniert.

Neben den technologischen Skills sollte sich ein IoT-Dienstleister mit den besonderen Anforderungen in einem Markt-, Branchen- oder Projektumfeld auskennen. Denn nur wer die Problemsituation bis ins Detail versteht, passende Lösungsansätze bereithält und bestätigte Erfahrungen im IoT-Kontext mitbringen kann, wird Unternehmen erfolgreich dazu verhelfen, Ideen in profitable IoT-Anwendungen zu verwandeln.

Fazit: Hindernisse überwinden

So jung wie das Thema IoT für die meisten Unternehmen ist, wundert es nicht, dass so mancher Stolperstein erst noch aus dem Weg geräumt werden muss, ehe der Aufbruch ins digitale Zeitalter an Fahrt gewinnt. Seien es Ängste in puncto Cybersecurity, fehlende IoT-Spezialisten oder ein begrenztes Budget – jeder Vorbehalt ist legitim, lässt sich jedoch mit der Unterstützung erfahrener IoT-Experten und der nötigen Prise an Innovationsgeist und unternehmerischem Mut überwinden.

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