IoT-Trends 2020

Die Top 5 IoT-Trends 2020

Das neue Jahr ist erst wenige Wochen alt – ein guter Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen und nach vorne zu schauen: Was waren die Top-Themen in IoT und IIoT im vergangenen Jahr und was wird im neuen Jahr eine noch wichtigere Rolle spielen? Wir werfen einen Blick auf die 5 wichtigsten IoT-Trends für 2020.

Zukunftsträchtig: Nanosatelliten

Einige Unternehmen setzen bereits jetzt auf die Zukunft: Nanosatelliten für IoT-Services. Über diese vergleichsweise recht leichten Satelliten lässt sich praktisch jeder Punkt der Erde abdecken – auch in Regionen, in denen es ansonsten kaum oder keine Infrastruktur gibt. Die Anwendung dieser Technologie war zunächst in den Bereichen Landwirtschaft und Forschung verortet, etwa für die Überwachung von Wildtieren oder für die Forschung zum Klimawandel.

Doch immer mehr Unternehmen sehen Anwendungsmöglichkeiten auch im IoT-Bereich. Firmen wie NanoAvonics haben laut Markt&Technik große Pläne, viele weitere der Satelliten ins All zu bringen, um sie der kommerziellen Nutzung zugänglich zu machen. Auch Eutelsat wird 25 Nanosatelliten starten, die den wachsenden IoT-Markt bedienen werden. Weitere Player wie Amazon sprechen bereits darüber, Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn bringen zu wollen, um unterversorgte Gemeinden auf der ganzen Welt mit Internet zu versorgen.

Flexibel: Container-Orchestrierung

Speziell IT-Architekturen unterliegen einem grundlegenden Wandel. Zeitgemäße, Cloud-basierte Anwendungen bauen mittlerweile auf Containern auf und bringen damit mehr Flexibilität und Performance mit sich. Dies trifft auch auf jede zentralisierte oder Edge-IoT-Bereitstellung zu. Im Kontext von Container-Orchestrierung kommt man dabei nicht an der Open-Source-Plattform Kubernetes von Google vorbei.

Eine aktuelle Studie der Cloud Native Computing Foundation zeigt, dass bereits 40 % der befragten Unternehmen Kubernetes verwenden – darunter auch Device Insight. Die Nutzung Cloud-nativer Technologien in Produktionsumgebungen sei in den letzten 18 Monaten damit um mehr als 200 % angestiegen. Interessant ist darüber hinaus, dass ein Unternehmen wie Cisco bei seiner Cloud-Plattform nicht nur auf einen Anbieter, sondern auf alle drei großen Player Google, AWS und Microsoft setzt. Für 2020 ist zu erwarten, dass Kubernetes als IoT-Technologie weiterhin an Bedeutung gewinnt – ebenso wie die anbieterübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der IoT-Plattformen.

Unverzichtbar: IT-Sicherheit

Mit dem Wachstum in den Bereichen IoT und IIoT wird das Thema Sicherheit auch im Jahr 2020 ein Trendthema bleiben. Es geht schließlich um Milliarden an neuen Geräten, die zukünftig angeschlossen bzw. miteinander verbunden werden. Die Sicherung dieser Geräte ist für Unternehmen von zentraler Bedeutung, um Daten, Privatsphäre, physische Sicherheit und Infrastruktur zu schützen.

Die Angriffsfläche wird mit der steigenden Anzahl vernetzter Geräte immer größer und unter dem enormen Wachstums- und Entwicklungsdruck könnte jeder kleine Fehler von bösartigen Akteuren ausgenutzt werden. Investitionen in die Sicherheit und präventive Maßnahmen sind also von höchster Dringlichkeit. IT-Security spielt definitiv auch im Jahr 2020 eine große Rolle für Unternehmen und Nutzer.

Vielversprechend: Sichere Mikrochips mit Cloud-Integration

Im Herbst letzten Jahres kündigte Device Insight IoT-Partner Microsoft den Launch von Azure Sphere Microcontroller (MCU) für Februar 2020 an. Microsoft Azure Sphere ist eine vielversprechende Mikrochip-Technologie, die es jedem Gerätehersteller ermöglicht, Geräte mit nativer, hochsicherer Cloud-Integration zu erstellen. Die schlüsselfertige Lösung für IoT-Geräte stellt eine Möglichkeit dar, Milliarden von MCU-basierten Geräten sicher zu verbinden, die derzeit aufgrund ihrer begrenzten Rechen- und Speicherfähigkeiten schwer sicher angeschlossen werden können.

Einer der Early Adopter dieser Technologie ist Kaffee-Gigant Starbucks. Das Unternehmen rüstete u.a. einige seiner Kaffeemaschinen mit einem externen Device namens „Guardian-Modul“ nach, um Daten sicher zu aggregieren und Probleme mit den Maschinen proaktiv zu identifizieren.

Nachhaltig: Umweltschutz mithilfe von IoT

Nach einem Jahr zahlreicher Klimaschutz-Proteste der von Greta Thunberg initiierten „Fridays For Future” scheint das Thema Nachhaltigkeit nun auch auf den Agenden großer Unternehmen für 2020 angekommen zu sein. Libelium, ein Anbieter von Hardware und Software für drahtlose Sensornetzwerke, veröffentlichte etwa im Herbst einen Bericht, in dem untersucht wird, wie IoT zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung beitragen kann und wie das Unternehmen diese Ziele mit Technologie erreichen kann.

Ebenso verschreiben sich zahlreiche weitere Unternehmen der IT- und IoT-Branche der Nachhaltigkeit und der Umwelteffizienz. So hat Microsoft erst kürzlich verlautbaren lassen, bis zum Jahr 2030 CO2-negativ werden zu wollen. Viele weitere Unternehmen werden folgen und sich diesem Thema mithilfe smarter Technologien widmen.

Fazit: Spannende Herausforderungen

Das Wachstum des Internet of Things und der Industrie 4.0 hat definitiv nicht an Schwung verloren. Immer mehr vernetzte Geräte sind im Einsatz. Neben dem Fokus auf Sicherheitsaspekte und die spannenden Weiterentwicklungen in den Bereichen Nanosatelliten und Kubernetes, sollen sich Technologien im noch jungen neuen Jahrzehnt vermehrt in den Dienst von Nachhaltigkeit und Umweltschutz stellen. Viele Unternehmen agieren bereits in diese Richtung und haben diese Themen weit oben auf die Tagesordnung gesetzt. Neue Technologien können so zu einem entscheidenden Treiber für den Kampf gegen den Klimawandel werden.

Der Anfang ist also gemacht. Wer jetzt auf einen erfahrenen Partner setzt, kann im Markt schon den einen entscheidenden Schritt voraus sein. Zugleich setzt sich diese dynamische Entwicklung weiter fort. Wir sind jedenfalls gespannt, welche weiteren IoT-Trends das Jahr 2020 noch bringen wird.

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