IoT-Studie 2022

Studie „Internet of Things 2021“: Das IoT ist weiter auf Wachstumskurs

Für viele Unternehmen war das Jahr 2020 mit Umsatzeinbußen und Sparprogrammen verbunden. Den Wachstumskurs des Internet of Things hat Corona jedoch nicht gestoppt – ganz im Gegenteil. Die aktuelle Studie „Internet of Things 2021“ von IDG Research Services, dem Verlag hinter COMPUTERWOCHE und Co., in Zusammenarbeit mit Device Insight zeigt: 42 Prozent der Unternehmen der DACH-Region haben ihre IoT-Investitionen sogar während der Pandemie erhöht und insgesamt 91 Prozent planen dies für die kommenden Jahren. Wie sieht der Status quo des Internet of Things 2021 darüber hinaus aus? Welche Technologien und Trends werden die kommenden Jahre prägen? Lesen Sie hier einen Auszug der wichtigsten Studien-Ergebnisse.  

Zufriedene Firmen: hohe Erfolgsquote und schneller Mehrwert

92 Prozent der befragten Unternehmen sind mit den Ergebnissen ihrer bisherigen IoT-Projekte zufrieden. Zugleich stellt sich der Mehrwert der IoT-Vorhaben – beispielsweise in Form von Produktivitätssteigerungen, Kostensenkungen oder steigenden Umsätzen – immer schneller ein. 69 Prozent der Firmen sehen einen Mehrwert ihrer IoT-Projekte innerhalb von drei Monaten, 13 Prozent berichten sogar von einem sofortigen Benefit. Diese beeindruckende Erfolgsbilanz zeigt: Der Reifegrad des Internet of Things nimmt stetig zu. Nicht nur die Zahl der IoT-Projekte steigt, sondern auch die Erfahrung der Unternehmen.

Studie Internet of Things 2021

Für die meisten Firmen zeigt sich hierbei der Nutzen des IoT in der Optimierung von Geschäftsprozessen und der Reduktion von Kosten. Die Chance, durch neue IoT-basierte Geschäftsmodelle und Services wie Pay-per-Use oder Equipment-as-a-Service Umsatzmöglichkeiten zu erschließen und langfristige Innovationsvorsprünge zu erarbeiten, wird dagegen selten erkannt. Auch hier setzt sich der Trend der vorherigen Jahre – leider – fort: Der Fokus liegt auf der reinen Effizienzsteigerung und weniger auf „echter“ Innovation.

Unternehmen setzen auf externe Partner

Bei der Umsetzung ihrer IoT-Projekte setzen Unternehmen dabei mehrheitlich auf die Unterstützung durch externe Partner: 69 Prozent holen sich erfahrene IoT-Spezialisten ins Boot, rund vier Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Nur 39 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie ihre IoT-Lösung komplett eigenständig entwickelt haben. Je kleiner die Firma, desto wichtiger wird die externe Beratung. Vor allem für die IoT-Projektsteuerung, die Auswahl und Implementierung der IoT-Plattform sowie für die Softwareentwicklung benötigen Unternehmen zusätzliche Ressourcen.

Denn auch wenn sich die Erfolgsbilanz sehen lassen kann, die Umsetzung eines IoT-Projekts ist noch immer ein komplexes Unterfangen mit zahlreichen Hürden. In technologischer Hinsicht stellen insbesondere die Themen Security und Datensicherheit die größte Herausforderung dar, organisatorisch kämpfen die Unternehmen mit der Anpassung von Geschäftsprozessen und der Umstrukturierung der Unternehmensorganisation auf IoT-Belange.

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Die IoT-Studie 2021 zeigt auch, dass das Internet of Things sich immer mehr als Querschnittstechnologie etabliert, die durch Technologien wie Künstliche Intelligenz oder 5G weiter vorangetrieben wird. Gerade bei der Nutzung von KI wird das Potenzial aus einer echten Verbindung von IoT und KI im Sinne einer „Artificial Intelligence of Things“ jedoch noch längst nicht ausgeschöpft: Lediglich 15 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits auf AIoT. Dies dürfte sich sicherlich bald ändern, denn KI ist auf dem Vormarsch und im Großteil der Unternehmen bereits in verschiedenen Anwendungsbereichen, allen voran im Bereich Data Analytics, im Einsatz.

Wesentlich zögerlicher agieren die Unternehmen beim Einsatz von 5G. Der neue Mobilfunkstandard soll die notwendige Kapazität für die Übertragung von IoT-Daten in Echtzeit liefern. Die frühe Entwicklungsphase der Technologie lässt die Firmen aktuell aber noch abwarten. 86 Prozent der Unternehmen planen zwar den Einsatz von 5G in IoT-Szenarien, doch nur in 16 Prozent laufen bereits erste Feldversuche.

Fazit: Da geht noch mehr

Das Internet of Things ist aus dem Alltag der Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Das bestätigt die IoT-Studie 2021 eindrucksvoll. Auch Corona konnte diesen stetigen Wachstumskurs nicht aufhalten. In den kommenden Jahren werden die Zahl, vor allem aber auch der Reifegrad der IoT-Projekte sicherlich weiter zunehmen – weg von Einzellösungen, hin zu übergreifenden, skalierbaren IoT Solutions. Die Möglichkeiten von 5G und Künstlicher Intelligenz werden dieses Wachstum weiter beschleunigen.

Die Studie zeigt aber auch, dass die Unternehmen hierzulande immer noch zu vorsichtig agieren, wenn es um die Umsetzung innovativer IoT-Geschäftsmodelle geht. Durch den Fokus auf die reine Prozessoptimierung und Kosteneinsparungen bleiben die enormen Chancen des Internet of Things oftmals ungenutzt. Denn es sind vor allem neue IoT-basierte Produkte und Services, durch die Unternehmen Win-Win-Situationen für sich und ihre Kunden schaffen und so langfristig einen entscheidenden Innovationsvorsprung erreichen können.

Lesen Sie hier die Gesamtstudie „Internet of Things 2021“ und erhalten Sie einen exklusiven Einblick in Trends, Chancen und Herausforderungen beim IoT.

Studie Internet of Things 2021

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